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Prodi antwortet Brüssel: Rom hält Defizitversprechen ein

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Prodi antwortet Brüssel: Rom hält Defizitversprechen ein

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Italien will sich an sein Versprechen halten, das Etatdefizit zu verringern. Die Haushaltspolitik werde aber ausschließlich von der Regierung in Rom bestimmt. Das erklärte Ministerpräsident Romano Prodi bei einem Besuch in Brüssel. Prodi reagierte damit auf Kritik von EU-Währungskommissar Joaquin Almunia, der größere Anstrengungen Roms verlangt hatte.

Angesprochen auf die Spannungen zwischen Prodi und Almunia sagte Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso auf einer Pressekonferenz, er hoffe dass das Defizit deutlich unter der Drei-Prozent-Grenze liege und dass die italienische Regierung
ihren Etat weiter konsolidiere. Worauf Prodi unterbrach, es werde deutlich unter drei Prozent liegen. Das sei eine gute Nachricht, entgegnete Barroso.

Ob die Zusicherungen Prodis Brüssel besänftigen, ist zweifelhaft. Mit Sorge sieht Almunia auch die Höhe der öffentlichen Schulden, die in Italien 105 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen.

Gleichzeitig erreicht das Land mit 1,9 Prozent in diesem und 1,7 Prozent im nächsten Jahr die geringsten Wachstumsraten der Eurozone. Dies sind Schätzungen der EU-Kommission. Die italienische Regierung ist für 2008 noch pessimistischer und rechnet nur mit einem Wachstum von 1,5 Prozent, der Internationale Währungsfonds sogar nur mit 1,3 Prozent.