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Das europäische Parlament hat in Straßburg seine neue Sitzverteilung abgesegnet


Redaktion Brüssel

Das europäische Parlament hat in Straßburg seine neue Sitzverteilung abgesegnet

Damit haben die Abgeordneten einen Stolperstein auf dem Weg zum Reformvertrag, über den nächste Woche in Lissabon entschieden wird, aus dem Weg geräumt. Mit großer Mehrheit stimmten die Volksvertreter dafür, daß dem Parlament künftig höchstens 750 Abgeordnete angehören. Berichterstatter Alain Lamassoure ist damit zufrieden und meint: “ Das ist ein großer politischer Sieg für uns und für die Europäische Union. Er beweist, daß die Europaabgeordneten ein gemeinsames Interesse über die nationalen Belange stellen.”
Deutschland entsendet demnach drei Abgeordnete weniger ins Europaparlament. Statt bisher 99 Parlamentarier, dürfen nur noch 96 mitmachen.
Frankreich verliert 4 Mandate und hat noch 74 Vertreter in der Volkskammer.
Die kleinen Länder der EU bekommen 6 Sitze.
Sofern die Staats-und Regierungschefs dem Reformvertrag als Ganzes in einer Woche in Lissabon zustimmen.
Bis 2014 gelten diese Regelungen. Danach muß eine neue mathematische Formel für die Sitzverteilung gefunden werden. “Degressive Proportionalität” ist das Verfahren getauft worden. Welches Land dann wíeviele Sitze bekommt, darüber wird dann halt wieder heftig gestritten werden.

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