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Überraschend geringe US-Reserven treiben Ölpreis in die Höhe

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Überraschend geringe US-Reserven treiben Ölpreis in die Höhe

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Die Ölpreise sind weiter kräftig in die Höhe geschnellt. Grund sei der überraschende Rückgang der US-Lagerbestände, meinten Händler. Das Barrel Brent kostete am Abend in London 80einhalb Dollar. In New York wurde das Texas-Öl WTI für mehr als 83 Dollar pro Barrel gehandelt.

Die Preisexplosion treibt inzwischen die Nachfrage zurück. Zu dieser Einschätzung kommt die Internationale Energie-Agentur in ihrem jüngsten Monatsbericht. Der hohe Preis lasse die Verbrauchsländer nach Energie-Alternativen suchen, heißt es darin. Insgesamt belaufe sich die Nachfrage in Nordamerika 2007 auf mehr als 31 Millionen Barrel täglich, in Europa auf mehr als 16 Millionen Barrel.

Die US-Rohöllagerbestände gingen nach Angaben des Energieministeriums in der vergangenen Woche überraschend um 1,7 Millionen auf 320 Millionen Barrel zurück. Experten hatten einen deutlichen Anstieg der Reserven erwartet.

Der anhaltende Höhenflug des Ölpreises stellt auch die OPEC vor eine weitere Herausforderung. Das Kartell hatte erst vor einigen Wochen eine Anhebung der Förderung. Ab November wollen die Exportländer 500.000 Barrel täglich mehr pumpen.
Dieser Beschluss war indes von den Märkten komplett ignoriert worden.

Nach Meinung von Analysten drohen den Amerikanern bis zum Jahresende nicht nur weitere Preissteigerungen, sondern auch Versorgungsengpässe.