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Streit um Armenier-Massaker belastet türkisch-amerikanische Beziehungen

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Streit um Armenier-Massaker belastet türkisch-amerikanische Beziehungen

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Die türkische Armee hat ihren Aufmarsch an der Grenze zum Irak fortgesetzt. Ministerpräsident Erdogan will das Parlament kommende Woche ersuchen, einen Vorstoß gegen kurdische Rebellen im Irak zu genehmigen – obwohl die USA einen solchen Einmarsch ablehnen: Doch die Beziehungen der NATO-Partner USA und Türkei sind durch den Streit um die Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkriegs belastet.

Washington befürchtet, dass die Türkei mit einem Einmarsch im Irak die Lage in dem Land weiter destabilisieren würde. Ankara will gegen Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) vorgehen, die von Stützpunkten im Nord-Irak Ziele in der Türkei angreifen. Erdogan sagte, die Türkei sei bereit, den Preis für einen Einmarsch zu bezahlen: Wichtig sei für die türkische Regierung das Interesse des eigenen Landes, und nicht die Einheit des Irak.

Im US-Kongress steht gegenwärtig eine Resolution zur Debatte, in der der Tod hunderttausender Armenier als Völkermord angeprangert werden soll. Die Türkei rief am Donnerstag ihren Botschafter in Washington zu Beratungen nach Ankara zurück.