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400 EU-Bürger beraten über die Zukunft Europas

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400 EU-Bürger beraten über die Zukunft Europas

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Was stellen sich europäische Bürger das Europa von morgen vor? Das Projekt “Tomorrows Europe” soll hier Klarheit schaffen. Im Rahmen dieses Projekts wurde eine repräsentative Auswahl von rund 400 EU-Bürgerinnen und Bürger nach Straßburg eingeladen. Dort sollen sie vom 12 bis 14 Oktober im Europaparlament “objektive” Informationen über die EU und ihre Zukunfts-Optionen erhalten, diese Informationen erörtern und sich auf diesem Wege eine Meinung bilden. Alle 27 EU-Mitgliedsstaaten sind hier vertreten. Die 400 Teilnehmer wurden nach einer EU-weiten Umfrage unter 3500 Bürgern ausgewählt.

Organisiert wurde das Projekt von “Notre Europe”/Unser Europa – einem Think-tank, der 1996 vom einstigen Präsidenten der Europäischen Kommission, Jacques Delors, gegründet wurde. Das Verfahren dieser Art der Befragung stammt von James Fishkin, Professor für Kommunikation an der amerikanischen Stanford-Universität: Die Teilnehmer würden gute Informationen erhalten, sie würden einander zuhören, Antworten auf Fragen erhalten und verschiedene Auffassungen verstehen, sagte Fishkin. Auf europäischer Ebene gebe es dabei das Problem der 23 verschiedenen Sprachen. Deshalb sei das Europaparlament mit seinen technischen Einrichtungen besonders gut geeignet, denn hier könnten alle Teilnehmer miteinander sprechen und ihre verschiedenen Standpunkte verstehen, sagte Fishkin. Er nennt das Verfahren eine “deliberative Umfrage” – eine Umfrage nach vorheriger Überlegung.