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Chavez kündigt Gespräche mit FARC-Rebellen an

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Chavez kündigt Gespräche mit FARC-Rebellen an

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Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat angekündigt, dass er sich bald mit Vertretern der kolumbianischen FARC-Rebellen treffen wird. Dabei soll es um den Austausch von Geiseln der FARC gegen inhaftierte Rebellen gehen. Bei der Einweihung einer Öl-Pipeline, die Kolumbien und Venezuela verbindet, sagte Chavez, das Treffen sei nur noch eine Frage von Tagen. Vielleicht werde es sogar eine Überraschung werden, wenn er sage, sehen Sie, das Treffen hat irgendwo in Venezuela stattgefunden. Der linksgerichtete Chavez versucht seit langem zwischen Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe und den marxistischen Rebellen der FARC zu vermitteln. Er bemüht sich um die Freilassung einer Gruppe von mehr als 50 Politikern und Militärs. Unter ihnen ist auch die frühere Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt. Uribe steht den Bemühungen von Chavez abwartend gegenüber. Er wies die Streitkräfte wiederholt an, eine militärische Befreiung der Geiseln zu versuchen. Im Juni waren jedoch elf Regionalparlamentarier in der Gewalt der Rebellen getötet worden, nachdem deren Lager von Unbekannten angegriffen worden war. Die Umstände sind bis heute ungeklärt. Die FARC sind mit etwa 18 000 Männern und Frauen unter Waffen die größte Rebellengruppe Kolumbiens und bekämpfen den Staat schon seit mehr als 40 Jahren.