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Scharfe Kritik am Irak-Einsatz vom früheren US-Kommandeur

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Scharfe Kritik am Irak-Einsatz vom früheren US-Kommandeur

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Der amerikanische Einsatz im Irak sei ein endloser Alptraum: Mit diesen Worten wandte sich der frühere Kommandeur der US-Truppen im Irak, der General im Ruhestand Ricardo Sanchez, gegen die Irak-Politik der amerikanischen Regierung. Immer neue Änderungen der Militärstrategie würden nicht zum Sieg führen, sagte Sanchez vor Journalisten.

Das Beste, was man sich von diesem verfehlten Ansatz erhoffen könne, sei die Abwendung einer Niederlage. Die Regierung und der Kongress und ganz besonders das Außenministerium seien für dieses katastrophale Scheitern verantwortlich, und – so Sanchez weiter – das amerikanische Volk müsse sie zur Rechenschaft ziehen. Als Gründe für das Scheitern nannte Sanchez zahlreiche politische Fehleinschätzungen nach dem Sturz von Saddam Hussein. So sei es falsch gewesen, die irakischen Streitkräfte aufzulösen; die Beziehungen zu Stammesführern und der Aufbau einer zivilen Regierung seien vernachlässigt worden. Sanchez war ab Juni 2003 ein Jahr lang Kommandeur der US-Truppen im Irak.