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Schießereien zwischen PKK und türkischer Armee

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Schießereien zwischen PKK und türkischer Armee

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Im Südosten der Türkei ist es zu Schießereien zwischen der Armee und Aufständischen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gekommen. In der Provinz Sirnak wurde erneut ein Soldat bei der Explosion einer Mine getötet, zwei weitere wurden nach Berichten türkischer Medien verletzt. In den vergangenen Wochen war es im kurdischen Teil der Türkei wieder häufiger zu Auseinandersetzungen gekommen. Die PKK kündigte an, sie werde von nun an wieder verstärkt gegen die Sicherheitskräfte und auch gezielt gegen Politiker vorgehen. Die PKK kämpft seit 1984 für ein autonomes Kurdistan. Bei Kämpfen in der Region wurden mehr als 33.000 Menschen getötet. Die türkische Regierung kündigte an, die Armee werde kurdische Rebellen auch im Norden des Irak verfolgen. Kritik der USA an diesen Plänen wies Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit den Worten zurück, sein Land brauche keine Ratschläge. Die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA sind stark belastet, weil eine US-Resolution in dieser Woche die Massaker an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges als Völkermord bezeichnet hatte. Die USA wollen verhindern, dass die türkische Armee auf nord-irakisches Gebiet vorrückt, um dort Rebellen der in der Türkei verbotenen PKK zu verfolgen. Der autonome kurdische Norden ist die derzeit wohl sicherste Region im Irak.