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Spannung zwischen Washington und Ankara

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Spannung zwischen Washington und Ankara

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Das politische Klima zwischen der Türkei und den USA verschlechtert sich weiter. Die USA haben Ankara erneut ersucht, keine Militäroperationen im Norden des Irak durchzuführen. Eine Kritik, die in Ankara mit den Worten zurück gewiesen wurde, man brauche keine Ratschläge von außen.

Dazu kommt eine geplante Resolution des US- Repräsentantenhauses, die das Massaker an den an den Armeniern Anfang des 20. Jahrhunders “Völkermord” nennt- ein weiterer Punkt, der in der Türkei für Verstimmung sorgt. Aus Protest gegen die Resolution sagte der türkische Staatsminister für Außenhandel Kürsad Tüzman einen geplanten Besuch der USA ab.

Der Staatssekretär im US-Verteidigungsministerium Eric Edelmann sagte in Ankara, seine Regierung bedauere die Resolution und versuche alles zu tun, damit sie nicht verabschiedet würde.

Das Grenzgebiet zwischen der Türkei und dem Irak war heute weitgehend ruhig, doch das ist nicht immer so. Es kommt hier immer wieder zu Gefechten der türkischen Armee mit Kämpfern der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Diese operieren aus Lagern im Nordirak und greifen von dort Ziele in der Türkei an.

In den vergangenen zwei Wochen wurden rund 25 türkische Soldaten bei solchen Überfällen getötet. Die USA befürchten, dass eine grenzüberschreitende Aktion den bisher ruhigen Norden des Irak destabilisieren könnten.