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Kosovo-Verhandlungen in entscheidender Phase

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Kosovo-Verhandlungen in entscheidender Phase

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Die Verhandlungen um den künftigen Status der südserbischen Krisenprovinz Kosovo sind in der entscheidenden Phase angelangt: Dies erklärte EU-Sondervermittler Wolfgang Ischinger vor einer neuen Gesprächsrunde von Serben und Kosovo-Albanern in Brüssel.

Geleitet werden die Verhandlungen von der Vermittler-“Troika” aus der EU, Russland und den USA. Der EU-Sondervermittler rief die europäischen Staaten auf, Visumvorschriften für Serben zu lockern; dies könnte Belgrad dazu bewegen, sich bei den Verhandlungen kompromissbereiter zu zeigen. Die Zeit dränge, betonte Ischinger. Prognosen zum Verlauf der Verhandlungen könne er nicht geben, sagte der deutsche Spitzendiplomat: Ob die beiden Konfliktparteien mit neuen Vorschlägen für eine Annäherung der Standpunkte sorgen würden, müsse abgewartet werden. Das Kosovo wird fast nur noch von Albanern bewohnt. Die südserbische Provinz steht derzeit unter UN-Verwaltung. Bei der ersten direkten Gesprächsrunde Ende September hatte Serbien die vom UN-Sonderbeauftragten Ahtisaari vorgeschlagene begrenzte Unabhängigkeit des Kosovo erneut abgelehnt. Die Kosovo-Albaner streben nach Trennung von Serbien. Die Troika soll bis zum 10. Dezember dem UN-Sicherheitsrat einen Bericht vorlegen.