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Parteigründung in Italien

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Parteigründung in Italien

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In Italien wird an diesem Sonntag eine neue Partei gegründet. Sie geht aus dem Zusammenschluss der beiden größten Gruppierungen der Mitte-Links-Regierung hervor und soll künftig den Kern der Koalition von Ministerpräsident Romano Prodi bilden. Die Partei wird den Namen Partito Democratico haben. Als Favorit für den Parteivorsitz gilt der römische Bürgermeister Walter Veltroni. Insgesamt stehen fünf Kandidaten dafür zur Wahl; neben Veltroni werden auch Familienministerin Rosy Bindi Chancen eingeräumt. Dem Vorsitzenden der neuen Partei steht keine einfache Aufgabe bevor. Er muss vor allem dafür sorgen, dass die zersplitterte Mitte-Links-Koalition wieder zur Einheit zurückfindet. Zur Ausrichtung der Partei sagte Enrico Letta, ein führendes Mitglied der gemäßigten Sammelbewegung Margherita, die neue Demokratische Partei dürfe sich auf keinen Fall als Alternative zur gegenwärtigen Mitte-Links Regierung von Romano Prodi verstehen. Die Italiener stimmen an diesem Sonntag auch über die Mitglieder der nationalen und regionalen verfassungsgebenden Versammlungen ab. Die Partito Democratico entsteht durch den Zusammenschluss der Linksdemokraten und der Sammlungsbewegung Margherita, aus denen die Regierungskoalition besteht. In Rom forderten zehntausende Demonstranten der konservativen und rechten Oppositon den Rücktritt von Romano Prodi. Trotz des Wirtschaftswachstums und geringerer Steuern ist die Regierungskoalition in Umfragen um zehn Prozentpunkte gefallen.