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Widersprüche nach Tod von Zivilisten bei US-Militäreinsatz im Irak

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Widersprüche nach Tod von Zivilisten bei US-Militäreinsatz im Irak

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Wenige Tage nach einem Einsatz der US-Armee, bei dem in sunnitischem Gebiet des Irak zahlreiche Zivilisten getötet worden waren, gehen die Angaben über Opfer stark auseinander.

Ein Mann führt durch ein bombardiertes Haus. Er berichtet von 32 Opfern. Die meisten von ihnen seien Frauen und Kinder gewesen. Ein US-General habe den Einsatzort besucht und sich entschuldigt, so der angebliche Augenzeuge. Beim Anblick der getöteten Kinder seien ihm die Tränen gekommen.

Die US-Armee sprach dagegen von 19 Aufständischen und 15 Frauen und Kindern, die getötet worden seien. Kampflugzeuge hätten zwei Al-Kaida-Verstecke nahe des Sees TharThar beschossen, rund 100 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bagdad, so das US-Militär. Ein Sprecher der US-Streitkräfte im Irak bedauerte den Tod der Zivilisten und kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an.

Für Entschuldigungen sei es zu spät, so eine Angehörige. Die Amerikaner hätten ihre Familien getötet. Nenne man das Demokratie? Ein irakischer Regierungssprecher nannte den Tod der Frauen und Kinder traurig; zivile Opfer seien jedoch im Kampf gegen Al-Kaida nicht zu vermeiden. Die Vertretung der Vereinten Nationen im Irak forderte eine unabhängige Ermittlung.