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Veltroni als Hoffnungstràger der italienischen Linken

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Veltroni als Hoffnungstràger der italienischen Linken

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Im Jahre 2001 wurde Walter Veltroni mit 53 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister von Rom gewählt – und fünf Jahre später mit gut 61 Prozent wiedergewählt, ein noch nie dagewesener Erfolg in der italiensichen Hauptstadt. Der einstige Journalist verkörpert die Entwicklung der italienischen Linken der vergangenen zwanzig Jahre. 1970 gehört er dem kommunistischen Jugendverband an, 1987 bereits dem Zentralkomitee der Partei PCI – und dem italienischen Parlament. Sein geistiger Ziehvater war PCI-General-sekretär Enrico Berlinguer.

An der Seite von Massimo D’Alema beteiligt sich Veltroni an der Verwandlung der Partei in die Linksdemokraten – und anschließend an der Bildung des Ölbaum-Bündnisses mit anderen, kleineren Mitte-Links-Kräften. Damit wird Romano Prodi 1996 erstmals Ministerpräsident.

Walter Vertroni tritt im Kabinett an Prodis Seite: Er wird stellvertretender Regierungschef und außerdem Kulurminister. Îm Jahre 2000 wird Veltroni “politischer Sekretär” der Linksdemokraten…und erklimmt damit eine weitere Stufe der politischen Laufbahn, auf der er nach seinen eigenen Worten nicht das ganze Leben verbringen wollte.

Inzwischen vertritt er eine pragmatische Auffassung von linker Politik: Ich will klar sagen, dass die soziale Unsicherheit vor allem der jungen Leute ein Problem ist das wir unbedingt bekämpfen müssen, sagte Veltroni: Der Kampf, in den wir gehen müssen, ist – nach den Worten von Olof Palme, die ich gern zitiere – nicht ein Kampf gegen den Reichtum, sondern ein Kampf gegen die Armut. An diese beiden Dinge sollten wir stets denken, – so Walter Veltroni.