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Afrikas Diamantenproduzenten wollen einen größeren Teil des internationalen Geschäfts

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Afrikas Diamantenproduzenten wollen einen größeren Teil des internationalen Geschäfts

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Die belgische Metropole Antwerpen – neben Tel Aviv und New York Zentrum der internationalen Diamanten-Industrie. Geht es nach dem Willen einiger afrikanischer Ursprungsländer der Edelsteine, so soll das Schneiden und Schleifen der Diamanten mehr und mehr nach Afrika verlagert werden. Das wurde zum Abschluss einer zweitägigen Branchenkonferenz in Antwerpen deutlich.

Unterstützung bekamen Länder wie Botswana und Kongo dabei von der südafrikanischen De Beers-Gruppe, dem größten Diamantenhändler der Welt. Afrika sei von großer Bedeutung, meint De Beers-Vorstandsmitglied Gareth Penny. Es gehe darum, eine enge Partnerschaft zu schmieden, die einen dauerhaften Beitrag zur Entwicklung der Herkunftsländer leisten könne.

Die afrikanischen Länder Botswana und Kongo gehören mit Russland und Australien zu den größten Produzenten von Rohdiamanten der Welt. Nur ein Drittel aller Diamanten kommt nicht aus diesen vier Staaten.

Afrika, allen voran Botswana, drängt nun darauf, sich künftig stärker an der Weiterverarbeitung der Diamanten zu beteiligen. Dies würde bedeuten, dass die bestehenden Diamanten-Zentren ein Teil ihres Geschäfts abgeben müssten. In Antwerpen wird diese Entwicklung gelassen gesehen. Eine größere Diversifizierung sei ein Plus für die Branche und nutze allen Beteiligten, hieß es.