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Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres vertändigen sich auf Schutzpakt

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Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres vertändigen sich auf Schutzpakt

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Auf ihrem Gipfel in Teheren haben die Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres Iran den Rücken gestärkt. Sie versicherten, keinem Drittland die Nutzung des Territoriums für einen Angriff auf einen anderen Anrainer zu gestatten. Außerdem bekräftigen sie das Recht aller Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Noch nicht einigen konnten sich die Staatschefs auf eine gerechte Ausbeutung der Öl- und Gasvorkommen: Russland, Kasachstan und Aserbaidschan beanspruchen einen Anteil gemäß ihrer Küstenlinie. Iran und Turkmenistan wollen das Kaspische Meer in fünf gleich große Zonen aufteilen.

Am Nachmittag will Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Amadinedschad über das umstrittene iranische Atomprogramm sprechen, sowie über den Atomreaktor Buschehr, den Russland am Persichen Golf baut. Wie russische Medien berichteten, soll Putin in Teheran auch eine Vereinbarung über die Lieferung von 50 neuen Triebwerken für iranische Kampfjets unterzeichnen. Anschlagsdrohungen gegen Putin hatten zuletzt für Zweifel an seiner Iran-Reise gesorgt. Es ist der erste Besuch eines Kreml-Chefs seit der Visite Stalins während des Zweiten Weltkriegs.