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EU-Schutztruppe für den Tschad

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EU-Schutztruppe für den Tschad

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Die Regierung des Tschad hat den Notstand verhängt. Er soll zwölf Tage dauern und dem Militär erlauben, Aufständische zu entwaffnen. Die Regierung in N’Djamena reagiert damit auf die jüngsten Kämpfe zwischen Einwohnern und Flüchtlingen aus der benachbarten sudanesischen Krisenregion Darfur. Dabei waren mindestens 20 Menschen getötet worden. Der Notstand schränke die Bewegungsfreiheit in drei Regionen im Norden und Osten des Tschad ein, hieß es in einer Regierungsmitteilung.

Um weitere Gewalt zu vermeiden, wollen die EU-Außenminister Soldaten in die Region entsenden. Der französische Außenminister Bernard Kouchner sagte in Luxemburg, der Einsatz solle schon Mitte November beginnen. Allein Frankreich will 1500 Soldaten stellen, weitere 1000 sollen aus Irland, Polen, Schweden, Belgien, Österreich und Spanien kommen.