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Irakische Regierung versucht türkischen Angriff auf den Norden zu verhinden

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Irakische Regierung versucht türkischen Angriff auf den Norden zu verhinden

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Der irakische Vize-Präsident Tareq Al-Hashemi ist zu dringenden Gesprächen in Ankara eingetroffen. Er will die türkische Regierung davon abbringen, militärisch gegen PKK-Rebellen im Nordirak vorzugehen. Auch das US-Außenministerium hatte vor einer einseitigen Militäroperation gewarnt. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan appellierte an Bagdad, selber entschiedener gegen die kurdische PKK vorzugehen, wenn eine türkische Militärintervention noch verhindert werden soll. Die Geduld der Türkei sei am Ende.

Heute entscheidet das türkische Parlament über eine Vollmacht zur Truppenentsendung jenseits der gemeinsamen Grenze. Regierungschef Erdogan betonte, dies führe nicht unmittelbar zu einer Invasion. Das türkische Militär verlegt jedoch verstärkt Einheiten an die Grenze, nachdem in den vergangenen Wochen 15 türkische Soldaten durch PKK-Angriffe getötet wurden.

Bereits in den neunziger Jahren war die türkische Armee mit zehntausenden Truppen gegen Rebellen im Nordirak vorgegangen. Nach Schätzungen der Armeeführung in Ankara haben mehr als 3000 von ihnen in den dortigen Bergen Unterschlupf gefunden.