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George W. Bush trifft den Dalai Lama

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Trotz des Protests der chinesischen Regierung: Gestern hat US-Präsident George W. Bush den Dalai Lama empfangen. Allerdings: in seinen Privaträumen im Weißen Haus, um den inoffiziellen Charakter des Treffens zu unterstreichen. Heute soll der geistige Führer der Tibeter den höchsten Zivilorden des US-Kongresses erhalten. Den Präsidenten hatte er schon mehrfach getroffen: “Wir kennen uns, und wir haben eine Art sehr enger Freundschaft aufgebaut. Das war wie ein Familientreffen!” Der Präsident mache sich Sorgen um Tibet – der Dalai Lama habe ihm alles erklärt.

Das chinesische Aussenministerium drohte wegen des Besuchs mit einer Verschlechterung der Beziehungen zu den USA. Der für Tibet zuständige Sekretär der chinesischen Kommunistischen Parti, Zhang Qingli: “Wir sind bestürzt! Das ist eine brutale Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten! Wir erheben unseren schärfsten Einspruch!” Die für heute geplante Ehrung durch den US-Kongress wäre das erste Mal, dass sich ein Präsident der Vereinigten Staaten bei einer Veranstaltung auch öffentlich mit dem Dalai Lama zeigt.