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Europas Gewerkschafter und Arbeitsgeber einigen sich auf Leitlinien für "Flexicurity"


Redaktion Brüssel

Europas Gewerkschafter und Arbeitsgeber einigen sich auf Leitlinien für "Flexicurity"

Trotz massiver Proteste auf der Straße – einer der größten Kundgebungen Lissabons seit Jahren – haben sich die Vertreter von Gewerkschaften und Arbeitgebern am Rande des EU-Gipfels auf erste Schritte zur Arbeitsmarktreform geeinigt. Kern ist die so genannte Flexicurity, die Kündigungen erleichtert, die Betroffenen aber aktiv bei der Jobsuche unterstützt.

“Die große Herausforderung, die wir jetzt eingehen, ist die Schaffung von Arbeitsplätzen in neuen Sektoren und gleichzeitig, die Menschen auf diese neuen Arbeitsplätze vorzubereiten. Das ist die Initiative ´neue Kompetenzen für neue Stellen´”, erklärt Maria Joao Rodrigues, Beraterin der portugiesischen Ratspräsidentschaft.

Die EU sucht nach Lösungen, um international wettbewerbsfähig zu sein und bei alternder Bevölkerung die Renten zu sichern. Henri Monceau fühlte in dieser Frage den Europäern mit einer Umfrage verschiedener Denkfabriken auf den Zahn:
“Den Europäern ist generell daran gelegen, ein vom Staat garantiertes Rentensystem zu haben, im Gegensatz zu den privaten Pensionsfonds. Aber sie verstehen auch, dass jetzt Einschnitte gemacht werden müssen, insbesondere, dass das Renteneintrittsalter erhöht werden muss, ob durch gesetzliche Maßnahmen oder durch Anreize, um dies durchzusetzen.”

Laut der Umfrage sind gut 40 Prozent der EU-Bürger bereit, später in Rente zu gehen, wenn das System dadurch gesichert wird. Auch diese Reform bleibt noch eine Herausforderung für die EU.

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