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Streik gegen Rentenreform legt Bahnverkehr in Frankreich lahm

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Streik gegen Rentenreform legt Bahnverkehr in Frankreich lahm

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Mit Streiks bei der Bahn, der Post und den Energieversorgern protestieren die französischen Gewerkschaften am Donnerstag gegen die Rentenreform von Staatspräsident Nicolas Sarkozy. Der Ausstand bei der Bahn begann mit Beginn der Nachtschicht. Im Großraum Paris verkehrten nur wenige U-Bahnen. Von den fahrplanmäßigen 700 Hochgeschwindigkeitszügen werden heute lediglich knapp 50 rollen.

Die Regierung gibt sich hart, die Anhebung der Mindestversicherungszeiten für eine volle Rente sei nicht verhandelbar, so ein Sprecher. Das sei notwendig für die Finanzierung der Rente und eine Frage der Gerechtigkeit.

Für die öffentlich Bediensteten geht es ebenfalls ums Prinzip – und sie werben um Verständnis: “Einige Leute sagen vielleicht, jetzt sind mal die Eisenbahner dran – andere denken daran, daß es im nächsten Jahr auch an ihre Rente geht. Ich will ein besseres Rentensystem für alle”, sagte Arnaud Morvan, Chef der Gewerkschaft CFDT.

Die Mehrheit der Franzosen hat wenig Verständnis für die Streiks: Über 80 Prozent unterstützen eine Kürzung der Privilegien der öffentlich Bediensteten, die den Steuerzahler dieses Jahr rund 5 Milliarden Euro kosten.