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Vor 20 Jahren: der Börsencrash von 1987

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Vor 20 Jahren: der Börsencrash von 1987

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Panik, Crash, Chaos – den New Yorker Zeitungen reichten kurze Schlagzeilen, um das Geschehen an der Wall Street zu beschreiben, heute vor 20 Jahren. Es war der 19. Oktober 1987.

An diesem Tag war der Moment erreicht, an dem die Märkte psychologisch auf eine wirtschaftliche Gemengelage reagierten, deren negative Folgen – aus heutiger Sicht – früher oder später sichtbar werden mussten.

In New York und London ging rund ein Viertel des notierten Vermögens verloren, in Hongkong fast die Hälfte. Vieles kam zusammen: das doppelte US-Defizit bei Haushalt und Handelsbilanz, die expansive Steuerpolitik Ronald Reagans, steigende Inflation und immer höhere langfristige Zinsen.

Als dann an Wall Street der erste Dominostein fiel, gab es kein Halten mehr. Bis heute ist der eigentliche Auslöser nicht restlos bekannt. Sicher ist, dass die Notenbanken an den folgenden Tagen massenhaft Liquidität ins System pumpten und Schlimmeres verhinderten.

Heute fragen sich die Märkte: Kann sich Derartiges wiederholen? Vor dem Hintergrund der aktuellen Hypothekenkrise fällt die Antwort nicht leicht.