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G7 zu Herbsttagung in Washington zusammengekommen

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G7 zu Herbsttagung in Washington zusammengekommen

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Begleitet von den Protesten zahlreicher Globalisierungskritiker sind in Washington die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrieländer zusammengekommen. Bei der Herbsttagung von Internationalem Währungsfond und Weltbank geht es vor allem um die jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten.
Bei der Demonstration in Georgetown gab es mehrere Verletzte, außerdem nahm die Polizei mehrere Globalisierungskritiker fest. In einem Entwurf zu einer gemeinsamen Erklärung der G7-Vertreter hieß es, trotz der Beruhigung an den Finanzmärkten gelte es weiterhin wachsam zu sein. Mit Blick auf Staatsfonds etwa der Golfstaaten oder Boomländern wie China und Russland mahnten die G7 mehr Transparenz an. In Washington ging es auch um den Verfall des US-Dollars. Der amerikanische Finanzminister Henry Paulson sagte, es sei eindeutig – und darüber sei er sich mit seinen Kollegen immer einig gewesen – dass ein starker Dollar im Interesse der amerikanischen Nation sei. Der Wert einer Währung müsse immer auf einem ökonomischen Fundament in einem wettbewerbsfähigen Markt ruhen. Die Weltwirtschaft wurde als robust beurteilt. Das Wachstum werde aber wegen der Immobilienkrise, des hohen Ölpreises und den damit verbundenen Turbulenzen auf den Finanzmärkten schwächer ausfallen.

Die G7 forderten China auf, den Yuan schneller aufzuwerten. Die Wirtschaftsmacht verschaffe sich mit einem niedrigen Wechselkurs Exportvorteile.