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Microsoft gibt klein bei

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Der US-Software-Riese teilte an diesem Montag mit, auf die Berufung vor dem Europäischen Gerichtshof zu verzichten, und nahm die Sanktionen der EU-Kommission hin. Damit ist nach gut drei Jahren der größte Rechtsstreit für die Brüsseler Wettbewerbshüter zu Ende. Die Richter in Luxemburg hatten im September das Rekordbußgeld von einer halben Millarde Euro, das die Kommission gegen Microsoft verhängt hatte, ebenso bestätigt wie die Auflage, technische Schnittstellen-Informationen der Konkurrenz ausreichend offenzulegen. Microsoft musste zudem sein Windows-System ohne den Media-Player anbieten.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes warnte den Konzern auch für die Zukunft: “Die Entscheidung vom März 2004, die vom Gericht Erster Instanz im vergangenen Monat bestätigt wurde, hat auch einen Präzedenzfall geschaffen in Bezug auf das künftige Marktverhalten von Microsoft in diesem und anderen Bereichen. Microsoft sollte das gut im Gedächtnis behalten.”

Sie wertete es als Sieg für Europas Verbraucher. Microsoft hat zugesagt, der Konkurrenz gegen jeweils 10.000 Euro die nötigen Daten zu liefern. Der Ausgang des Falls dürfte auch den weltgrößten Chiphersteller Intel nicht kaltlassen: Gegen ihn läuft ebenfalls ein Verfahren wegen Marktmissbrauchs.