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Neue Gesprächsrunde der Kosovo-Troika mit Serben und Kosovo-Albanern: Weiter unvereinbare Standpunkte

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Neue Gesprächsrunde der Kosovo-Troika mit Serben und Kosovo-Albanern: Weiter unvereinbare Standpunkte

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Die Zeit drängt – und dennoch ist die dritte Gesprächsrunde der internationalen Vermittler mit Serben und Kosovo-Albanern mit wenig Optimismus angelaufen. Zu unvereinbar sind weiter die Positionen: “Unabhängigkeit und einen Sitz in der UNO” fordert der Unterhändler der Kosovo-Albaner. Sein serbischer Kollege hingegen pocht auf “Souveränität und die territoriale Integrität” seines Landes” – also die Wahrung des Kosovo als serbische Provinz unter weitergehender Autonomie.

Die Troika der Vermittler aus der EU, Russland und den USA hat den Kontrahenten ein 14 Punkte umfassendes Arbeitspapier mit Lösungsansätzen für eine potentielle Übereinkunft vorgelegt. Darin wird das strittige Wort Unabhängigkeit für die abtrünnige Provinz tunlichst vermieden – doch soll Belgrad das Kosovo nicht mehr regieren und serbische Behörden dort auch nicht mehr physisch präsent sein.

Derzeit steht die Provinz unter Verwaltung der UNO mit Schutz durch die KFOR-Truppen. Bis zum 10. Dezember soll dem UNO-Generalsekretär die vertragliche Lösung für den künftigen Status der Provinz präsentiert werden. Die Regierung des Kosovo hat bereits gedroht, direkt danach die Unabhängigkeit auszurufen.