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Rechtskonservative gewinnen Wahlen in der Schweiz

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Rechtskonservative gewinnen Wahlen in der Schweiz

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Es scheint wie ein klarer Rechtsruck, aber trotz der herben Wahlniederlage der Sozialdemokraten und des Siegs der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei SVP bleibt der große Umbruch wohl aus. Auf ein gutes Drittel der Sitze kommt die SVP im künftigen Nationalrat. Aber Spitzenkandidat Christoph Blocher hat sein Wahlziel, 100 000 Stimmen mehr als 2003 zu bekommen, nicht erreicht. Und damit fehlt den Nationalkonservativen die erhoffte Mehrheit, um der Schweizer Politik ihren alleinigen Stempel aufzudrücken.

Im Wahlkampf hatte die Partei mit fremdenfeinlichen Parolen für Aufregung gesorgt. Am Tag nach der Wahl scheint aber, dass die Schweiz auch in den kommenden vier Jahren genauso regiert wird wie bisher: Durch ein Kollegium aus Mitgliedern aller großen Parteien, das für jede Entscheidung einen Kompromis finden muss. Die größten Verschiebungen fanden innerhalb der jeweiligen Lager statt, so dass Linke und rechte in etwa . Die SVP kommt nun auf 62 Sitze, das sind sieben mehr als zuvor. Die Sozialdemokraten fielen von 51 auf 43 Sitze. Christdemokraten und Liberale erhalten jeweils 31 Sitze, und die Grünen konnten sich auf 23 Sitze verbessern