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Türkei will härter gegen PKK vorgehen

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Türkei will härter gegen PKK vorgehen

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Im Südosten der Türkei nehmen die Kämpfe zwischen Aufständischen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der türkischen Armee an Schärfe zu. Nach Angaben der türkischen Armeeführung wurden im Grenzgebiet zum Irak 44 Menschen getötet, darunter zwölf Soldaten. Die PKK-Kämpfer seien aus dem Irak in die Provinz Hakkari eingedrungen. Sie hätten dort Posten der Armee angegriffen. Bei den Gefechten seien Hubschrauber eingesetzt worden. Die PKK kämpft seit 1984 für ein autonomes Kurdistan. Bei den Auseinandersetzungen wurden seither mehr als 30.000 Menschen getötet.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagte, US-Außenministerin Condoleezza Rice habe ihn aufgefordert, nicht im Nordirak gegen die PKK vorzugehen. Die türkische Regierung sei aber entschlossen, gegen den Terrorismus zu kämpfen. Der Präsident des Irak, Dschalal Talabani, selbst Kurde, forderte die PKK auf, die Waffen niederzulegen und von einer militärischen Organisation zu einer zivilen und politischen Partei zu werden. Sollte sie weiterkämpfen und dem Irak Probleme bereiten, habe sie den kurdischen Teil des Landes zu verlassen. In mehreren türkischen Städten kam es zu Protestkundgebungen gegen die PKK. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Nationalisten und Anhänger der so genannten “Grauen Wölfe”. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Tränengas ein.