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Im Streit über die amerikanischen Raketenabwehr-Pläne in Mitteleuropa hat die Regierung in Washington Russland Kompromissvorschläge gemacht

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Im Streit über die amerikanischen Raketenabwehr-Pläne in Mitteleuropa hat die Regierung in Washington Russland Kompromissvorschläge gemacht

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So luden die USA die Führung in Moskau ein, Militärexperten zu den geplanten Anlagen in Tschechien und Polen zu entsenden. US-Verteidigungsminister Robert Gates äußerte anlässlich eines Besuchs in Tschechien zudem den Vorschlag, die Verhandlungen mit Russland fortzusetzen und die Anlagen aufzubauen, ihre Inbetriebnahme aber hinauszuzögern.

Diese solle erst erfolgen, wenn ein konkreter Beweis für eine iranische Bedrohung vorliege. In Tschechien sollen das Radar und in Polen die Abwehr-Raketen installiert werden.

US-Präsident George W. Bush verteidigte die Pläne für den Schutzschild. In einer Rede vor der National Defense University in Washington sagte er, Europa brauche das System. Es sei dringend. “Der Iran entwickelt die Technologie, mit deren Hilfe Atomwaffen und Raketen mit größerer Reichweite hergestellt werden können, die solche Waffen transportieren”, fügte er hinzu.

Russland hat wiederholt deutlich gemacht, dass eine solche Anlage die eigenen Sicherheitsinteressen verletzen würde und damit gedroht, Raketen in der Exklave Kaliningrad zu installieren. Die US-Pläne werden auch Thema des Treffens der NATO-Verteidigungsminister in dieser Woche sein.