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Massenflucht vor Bränden in Kalifornien

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Massenflucht vor Bränden in Kalifornien

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Mehr als 250 000 Menschen haben in den Brandgebieten von Südkalifornien die Flucht vor den Flammen ergriffen. Trotz eines Großeinsatzes von mehreren Tausend Feuerwehrleuten wüteten die Brände weiter außer Kontrolle. Dichter Rauch und starke Windböen behinderte stellenweise die Bekämpfung aus der Luft.

Ein großes Gebiet von der mexikanischen Grenze bis nach Santa Barbara nördlich von Los Angeles ist von den Wald- und Buschbränden betroffen, auch die Millionärs-Enklave von Malibu. Gouverneur Arnold Schwarzenegger besuchte ein Sportstadion von San Diego, in dem zehntausend Menschen nach der Flucht aus Brandgebieten eine erste Unterkunft fanden. Die Behörden seien bemüht, alle Menschen in den Auffanglagern ausreichend zu versorgen, sagte er; dabei gehe es nicht nur um Nahrung und Wasser, sondern auch um Kinderbetten, Babykost und Windeln, um Toiletten und Toilettenpapier. Es müsse alles getan werden, damit die vielen Menschen hier die Nacht verbringen könnten.

Schwarzenegger rief für die betroffenen Gebiete den Notstand aus und bat das Pentagon um Unterstützung. Freiwillig oder auf Anordnung haben Bewohner ganze Ortschaften in Südkalifornien verlassen, nachdem die Feuerwalzen gefährlich nahe
gekommen waren.

Über 80 000 Hektar Land und mehrere Hundert Häuser sind bereits abgebrannt. Seit dem Wochenende kam bei den Bränden mindestens ein Mensch ums Leben, vermutlich ein illegaler Einwanderer aus Mexiko. 21 Menschen wurden verletzt.