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USA wollen türkischen Einmarsch in den Nord-Irak verhindern

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USA wollen türkischen Einmarsch in den Nord-Irak verhindern

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Während die türkische Armee im Grenzgebiet zum Irak weiter Truppen und Material zusammenzieht, um gegen Rebellen der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) vorzugehen, haben sich die USA um eine Beruhigung der Lage bemüht. Die US-Regierung forderte die irakische Regierung auf, gegen die PKK vorzugehen. Auch die kurdische Regionalregierung müsse unverzüglich Maßnahmen zum Stop der PKK-Aktionen von irakischem Territorium aus unternehmen. Kurdische Rebellen waren am Wochenende vom Norden des Irak aus in die Provinz Hakkari vorgedrungen und hatten bei einem Angriff zwölf türkische Soldaten getötet.

Der Specher des amerikanischen Außenministeriums, Tony Fratto, sagte, die USA, die Türkei und die irakische Regierung seien sich wohl einig darüber, dass die PKK ihre Angriffe auf türkische Zivilisten und Soldaten einstellen müsse. Iraks Präsident Dschalal Talabani, selbst Kurde, wies darauf hin, dass die PKK einen Waffenstillstand ankündigen wolle. Außerdem werde sie sich aus der Konfliktregion zurückziehen. Mit Gottes Wille werde dann Frieden und Stabilität in der Region herrschen. In der Türkei demonstrierten erneut zahlreiche Menschen gegen die PKK. Sie fordern ein hartes Durchgreifen der Regierung in Ankara. Das türkische Parlament hatte in der vergangenen Woche einem Vorstoß der Armee auch auf irakisches Territorium zugestimmt, um gegen PKK-Rebellen vorzugehen. Die PKK kämpft seit 1984 für mehr Autonomie in den Kurdengebieten. Seither sind mehr als 30.000 Menschen in dem Konflikt getötet worden.