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China schießt Sonde zum Mond

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China schießt Sonde zum Mond

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China hat am seine erste Sonde in Richtung Mond auf den Weg gebracht. Eine Rakete vom Typ “Langer Marsch 3” brachte den Orbiter “Chang’e 1” vom Raumfahrtzentrum Xichang in der südwestchinesischen Provinz Sichuan ins All. Der Erkundungsflug ist der erste Schritt eines ehrgeizigen chinesischen Mondprogramms, das im Jahr 2020 die Landung eines Astronauten, eines Mondfahrzeuges und am Ende eine Rückkehr mit Gesteinsproben vorsieht.

Die Sonde soll zunächst mehrmals die Erde umkreisen, bevor sie sich auf die Reise zum Erdtrabanten macht. Das alles geschehe in friedlicher Absicht, betonte die Führung in Peking. Und einen wie immer gearteten Wettlauf mit anderen Nationen wolle man auch nicht. China wolle lediglich seine Fähigkeiten zum technologischen Eigenbau demonstrieren – ein Schwerpunkt der Regierungspolitik in den kommenden Jahren.

Vor sechs Wochen hatte Japan als erste asiatische Nation einen Satelliten in eine Umlaufbahn um den Mond geschickt. 35 Jahre nach der letzten Mondlandung amerikanischer Astronauten mit Apollo 17 scheint das Interesse an dem Erdtrabanten wieder erwacht. Auch Indien und die USA planen im kommenden Jahr ähnliche Flüge von Mondsonden.

Deutsche Forscher möchten 2012 eine Sonde zum Erdtrabanten schießen. Der chinesische Satellit soll den Mond ein Jahr lang umkreisen, Aufnahmen für wissenschaftliche Untersuchungen machen und Rohstoffvorkommen erkunden. Im Jahr 2003 hatte China aus eigener Kraft einen Astronauten ins All gebracht – als dritte Nation nach den USA und Rußland.