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Ein Fünkchen Hoffnung auf Abflauen der Brände in Kalifornien

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Ein Fünkchen Hoffnung auf Abflauen der Brände in Kalifornien

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Nach vier Tagen Kampf gegen die Flammenhölle in Südkalifornien lassen günstige Wetterprognosen zum erstenmal auf eine Entspannung hoffen. Meteorologen erwarten, daß die starken Winde abflauen. Bis dahin wütet der größte Brand in der Geschichte Kaliforniens weiter.

Nach einer vorläufigen Bilanz kamen mindestens fünf Menschen ums Leben, 70 wurden verletzt, darunter auch Feuerwehrleute. Die Brände verwandelten zunächst mehr als 1700 Quadratkilometer in eine schwarze Wüste – das ist etwa zweimal die Fläche Berlins. Mindestens 1 500 Häuser wurden zerstört, darunter auch viele Villen im Prominentenort Malibu – Wert rund eine Milliarde Euro.

Nach US-Medienberichten trieb das Feuer beinahe eine Million Menschen in die Flucht. 7000 Feuerwehrleute kämpften gegen 19 Brandherde. Inzwischen brennt es auch auf der mexikanischen Seite. US-Präsident George W. Bush verhängte den Ausnahmezustand über die Region – das erlaube finanzielle Unterstützung der betroffenen Familien.

“Ich freue mich auf meinen Besuch in Kalifornien” so Bush, “am wichtigsten ist mir aber, den Menschen im Süden Kaliforniens zu versichern, daß alle Amerikaner quer durch das Land mit ihnen leiden.”

Allein im Bezirk San Diego waren mehr als eine halbe Million Menschen aufgefordert worden, Schutz in Notunterkünften zu suchen. Etwa 12 000 Obdachlose sitzen in der Football-Arena von San Diego, viele von ihnen mit Schutzmasken gegen den feinen Aschestaub.