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II Weiter Hochspannung zwischen Türkei und Kurdenrebellen

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II Weiter Hochspannung zwischen Türkei und Kurdenrebellen

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Die Spannungen an der türkisch-irakischen Grenze halten nach den blutigen Gefechten zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Rebellen an. So sind offenbar auch heute türkische Kampfflugzeuge in den Luftraum über dem Nordirak eingedrungen. Nach anderen Berichten griffen die türkischen Streitkräfte Lager der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak an.

Gleichzeitig bombardierte die türkische Luftwaffe nach Angaben einer halbamtlichen Nachrichtenagentur Stellungen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) im Südosten der Türkei – offenbar gehört das dort aber zur Normalität. Türkische Medien berichteten unterdessen, die türkische Luftwaffe greife bereits seit mehreren Tagen PKK-Stellungen im Nordirak an. Außerdem entsandte die Regierung in Ankara weitere Einheiten an die Grenze zum Irak.

Neben der militärischen Option, die der türkische Sicherheitsrat in prominenter Besetzung erörterte, wurde offenbar auch heftig verhandelt. So hatten irakische Behoerden nach dem Besuch einer türkischen Delegation PKK-Büros im Irak Schiessen lassen.

Am Donnerstag wird eine irakische Delegation in Ankara erwartet. Bei Gefechten zwischen türkischen Soldaten und PKK-Kämpfern waren seit dem Wochenende auf der türkischen Seite der Grenze mindestens 46 Menschen getötet worden. Die Türkei droht mit einem Militärschlag.

Seit die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK 1984 den bewaffneten Kampf für mehr Autonomierechte der Kurden aufnahm, sind mehr als 30 000 Menschen in dem Konflikt umgekommen.

Die Kurden stellen mit 11,5 Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit in der Türkei und siedeln auf knapp einem Drittel des Staatsgebietes. Nach Angaben türkischer Militärs sind bis zu 3.800 PKK-Rebellen auf irakischem Gebiet untergetaucht und bis zu 2.000 in den Bergen auf türkischer Seite.

Acht türkische Soldaten, die bei Einsätzen gegen kurdische Rebellen verschwunden waren, sind offenbar am Leben, Die PKK hat bestätigt, dass die acht in ihrer Gewalt sind.