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Massenseligsprechung auf dem Petersplatz

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Massenseligsprechung auf dem Petersplatz

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Massenseligssprechung auf dem Petersplatz – 498 spanische Geistliche sind in einer Zeremonie selig gesprochen worden. Die meisten von ihnen wurden zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieses 1936 von republikanischen Verteidigern der demokratisch gewählten Regierung getötet. Die katholische Kirche stand damals überwiegend auf der Seite von General Francisco Franco. Diese Massen-Seligsprechung ist die Größte in der Geschichte des Vatikans – doch in Spanien wurde Kritik am Zeitpunkt der Zeremonie laut.
In dieser Woche will das Parlament ein von der sozialistischen Regierung vorgelegtes Gesetz verabschieden, das eine symbolische Wiedergutmachung für die Opfer des Krieges und der Franco-Diktatur vorsieht. Damit wird zum ersten Mal das Regime offiziell verurteilt. Kritiker erklärten, der Vatikan handele aus politischen Motiven und wolle mit seiner Seligsprechung die Regierung treffen. Der Vatikan sprach seit Ende der 80er Jahre fast 500 Geistliche selig, die im Krieg getötet wurden.