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Paris sucht Lösung für 103 im Tschad festgehaltene afrikanische Kinder

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Paris sucht Lösung für 103 im Tschad festgehaltene afrikanische Kinder

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Frankreich sucht mit Hochdruck nach einer diplomatischen Lösung für die 103 im Tschad festgehaltenen afrikanischen Kinder. In Abeche, im Osten des Tschads, wurden am vergangenem Donnerstag sechs Mitglieder einer französischen Hilfsorganisation, drei Journalisten sowie die spanische Besatzung eines Flugzeugs festgenommen. Die Behörden des zentralafrikanischen Staates werfen ihnen die Entführung von 103 Kindern vor und wollen sie vor Gericht stellen.

Die Hilfsorganisation wollte eigenen Angaben zufolge die Kinder im Alter zwischen einem und neun Jahren nach Frankreich ausfliegen und sie danach in die Obhut französischer und belgischer Familien geben. Die Entführung der tschadischen Kinder werde aufgeklärt, sagte der Präsident des Tschads, Idriss Deby. Abeche liegt in der Nähe der sudanesischen Bürgerkriegs-Region Darfur. Weil sich im Tschad hunderttausende Flüchtlinge aus Darfur aufhalten, ist umstritten, woher die Kinder stammen. Die Hilfsorganisation bezeichnet die Kinder als Kriegswaisen. Auch hat sie erklärt, den Kindern sollte geholfen werden, um Adoptionen sei es nicht gegangen. Auf dem Flughafen von Vatry, östlich von Paris, warten unterdessen die Familien, die die Kinder aufnehmen wollten.