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Kurden-Konflikt - diplomatische Lösung nicht in Sicht

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Kurden-Konflikt - diplomatische Lösung nicht in Sicht

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Die Aussichten auf eine diplomatische Lösung im Kurden-Konflikt sinken weiter. Iraks Außenminister Hoschjar Zebari warnte vor einem Einmarsch türkischer Truppen in den Nordirak. Dies hätte verherrende Konsequenzen für die Region. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte damit gedroht, gegen die PKK notfalls auch militärisch vorzugehen.

Inzwischen hat die Türkei über 100.000 Soldaten an der Grenze zum Irak zusammengezogen, um gegen die kurdischen Seperatisten vorzugehen. Türkische Soldaten töteten bei ihren Einsätzen mindestens 20 PKK-Kämpfer. Die Türkei fordert die Auslieferung aller kurdischen Rebellen, die sich in den Nordirak zurückgezogen haben. Die Regierung in Bagdad hat allerdings nur beschränkten Einfluss auf die Grenzregion, die von den Kurden weitgehend autonom regiert wird.

Einen Anlauf auf der Suche nach einer Lösung unternimmt nun die USA: Am Donnerstag reist die US-Außenministerin Condoleezza Rice zu Gesprächen in die Türkei.