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Zwei ETA-Mitglieder zu jeweils 1.243 Jahren Haft verurteilt

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Zwei ETA-Mitglieder zu jeweils 1.243 Jahren Haft verurteilt

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In Spanien sind zwei ETA-Mitglieder wegen sechsfachen Mordes zu jeweils 1.243 Jahren Haft verurteilt worden. Der 40-jährige Mann und seine 37 Jahre alte Komplizin wurden für schuldig befunden, das Attentat am 11. Dezember 1995 in Madrid verübt zu haben. Hinzu kommen Schadenersatzzahlungen für die Hinterbliebenen der Opfer, die Verletzten und andere Betroffene – in Höhe von insgesamt rund fünf Millionen Euro. Die Länge der Haftstrafe ist jedoch eher symbolisch. Denn die maximale Haftzeit in Spanien beträgt 40 Jahre. Nach jahrelanger Flucht wurde das Paar 2002 von der französischen Polizei in einem Appartement in Bordeaux festgenommen.

Im Jahr 1995 waren sechs Menschen bei einem Autobombenanschlag der ETA getötet worden. Weitere 44 Personen wurden verletzt. Die baskische Seperatistenorganisation kämpft seit rund vier Jahrzehnten für ein unabhängiges Baskenland. In dieser Zeit soll sie mehr als 800 Menschen getötet haben.