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Angebliche Darfur-Waisen stammen aus dem Tschad und haben Eltern


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Angebliche Darfur-Waisen stammen aus dem Tschad und haben Eltern

Wirbel um die angeblichen Waisenkinder aus Darfur, die Mitarbeiter der französischen Hilfsorganisation “L’Arche de Zoe” nach Frankreich bringen wollten: Laut Laut dem französischen Außenministerium stammen die meisten Kinder in Wirklichkeit aus dem Tschad und sind gar keine Waisen. “Es ist sehr traurig”, sagt eine französische Sozialarbeiterin, “ich schäme mich für mein Land und es tut mir leid für diese Kinder. Hier sind auch drei Geschwister, die heim nach Adré zu ihren Eltern wollen. Es ist schwer für mich, das zu hören und ich frage mich, wie man Kindern so etwas antun kann.”

Ein Ermittlungsrichter erhob formell Anklage gegen 16 Europäer. Neun Franzosen müssen sich wegen Kindesentführung und Betrugs verantworten, sieben Spanier wegen Beihilfe. Die Mitarbeiter von “L’Arche de Zoe” hatten versucht, die Kinder mit einem angeblichen Krankentransport nach Frankreich auszufliegen. Nach Angaben des Staatsanwalts drohen ihnen Haftstrafen von bis zu 20 Jahren, sowie Geldstrafen. Noch befinden sich die Angeklagten in Abéché; sie sollen aber bald in die Hauptstadt gebracht werden.

Unklarheit herrscht um die geplante Friedenstruppe der EU im Tschad. Zwar versicherte der Präsident, die EU-Pläne würden von der Affäre nicht berührt. Beobachter befürchten aber, dass der Tschad die Stationierung der ungeliebten Truppe an neue Bedingungen knüpfen könnte.

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