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Grossbritannien verzählt sich um 300.000 ausländische Arbeiter

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Grossbritannien verzählt sich um 300.000 ausländische Arbeiter

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In Grossbritannien hat der Streit um ausländische Arbeitskräfte eine neue Phase erreicht: obwohl sich die hohe Zahl von Einwanderern in den vergangenen Jahren positiv auf die Wirtschaft ausgewirkt hat, sieht sich die britische Regierung gezwungen, ihre Einwanderungsbeschränkungen gegenüber Anwärtern aus den jüngsten EU-Staaten Bulgarien und Rumänien zu verschärfen. Zumal die Zahl der ausländischen Arbeiter erst kürzlich um 300.000 nach oben korrigiert werden musste.

Es sei sehr frustrierend, so der britische Immigrationsminister Liam Byrne, wenn sich Politiker nicht auf die Statistiken der offiziellen Ämter verlassen könnten. Daher habe die Regierung in den letzten zehn Monaten neue Massnahmen ausgearbeitet, um künftige Fehler zu vermeiden. So die Einführung von obligatorischen Personalausweisen, um eine zuverlässige Zählung zu ermöglichen.

Durch die Einwanderung der vergangenen fünf Jahre – vor allem aus Osteuropa – ist die Bevölkerungszahl in Großbritannien um etwa eine Million Einwohner auf 61 Millionen gestiegen. Inzwischen hat jeder achte Arbeitnehmer auf den britischen Inseln einen ausländischen Pass.