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Potentielle Gastfamilien der angeblichen Darfur-Waisenkinder sind verärgert

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Potentielle Gastfamilien der angeblichen Darfur-Waisenkinder sind verärgert

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Bei den Familien, die die angeblichen Waisenkinder aus Darfur aufnehmen sollten, herrscht Verwirrung und auch Verärgerung. Mehrere tausend Euro hatten die potentiellen Gastgeber im Vorfeld bereits bezahlt – laut “L’Arche de Zoe” handelte es sich dabei um die Kosten des Flugs von Afrika nach Frankreich. “Wir wollten ein Kind retten”, sagt Laurent Bardol, “es ging nicht um uns. Vielleicht wurden Fehler gemacht, aber wir haben nicht mit Ganoven verhandelt.”

Auch der Anwalt von “L’Arche de Zoe” sagte, die Organisation habe nur das Beste für die Kinder gewollt. Die Familie Ragot, die ebenfalls ein Kind aufnehmen wollte, ist allerdings skeptisch – gerade wegen der hohen Geldsumme. “Wir waren uns alle einig, das Geld aufzubringen, um ein Kind zu retten”, sagt Fanny Ragot. “Ich habe 2.200 Euro bezahlt.” Vermutungen, dass es sich tatsächlich um Adoptionsprovisionen handelte, stritt “L’Arche de Zoe” ab. Adoption sei nie ein Thema gewesen, hieß es, die Kinder sollten nur aus der Krisenregion gebracht werden.