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Anschlagsopfer von Madrid sind unzufrieden - trotz Entschädigungen

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Anschlagsopfer von Madrid sind unzufrieden - trotz Entschädigungen

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Die Opfer der Anschläge vom 11. März 2004 nahmen den Richterspruch mit gemischten Gefühlen auf. Zwar sprach ihnen das Gericht Entschädigungen zu – zwischen 30.000 und anderthalb Millionen Euro sollen sie erhalten – doch für die Freisprüche für angebliche Drahtzieher haben sie kein Verständnis.

Sein Mandant habe ein reines Gewissen, so der Anwalt des freigesprochenen Ägypter El-Sayed, der wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Italien in Haft sitzt. “Dieser Freispruch und die milden Haftstrafen für zwei weitere mutmaßliche Haupttäter zeigen, dass das Gericht keine Drahtzieher präsentieren konnte”, so Opferanwalt José Maria De Pablo. Die Hintermänner müssten weiter gesucht werden.

Zwar waren wegen der Beteiligung an den Anschlägen drei Männer zu mehr als 30.000 Jahren Haft verurteilt worden. Doch Anschlagsopfer Carlos Zoria befriedigt das nicht: Die Verurteilten kämen bald wieder frei, fürchtet er.