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Bus-Anschlag: Motive unklar

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Bus-Anschlag: Motive unklar

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Nach einem Bombenanschlag in Zentralrussland verdächtigen die Behörden offenbar tschetschenische Täter – knapp einen Monat vor den Parlamentswahlen. Heute Morgen explodierte ein Sprengsatz in einem vollbesetzten Linien-Bus in der Stadt Togliatti: 8 Menschen wurden dabei getötet und mehr als 50 verletzt. Russischen Medien zufolge verfolgen die Ermittler eine Fährte, die nach Tschetschenien führe. Allerdings liegt Togliatti knapp 1000 Kilometer von den moskauer Entscheidungzentren, und noch weiter von der Kaukasusregion entfernt. Hinweise auf ein konkretes Motiv seien nicht bekannt geworden. Der Sprengsatz sei auch nicht – wie bei Anschlägen sonst üblich – mit Metallteilen bestückt gewesen. Dennoch, für den Gouverneur des betroffenen Gebietes Samara, Wladimir Artjakow, steht fest, “dass es sich um einen terroristischen Akt handelt! Und wir ermitteln wegen Terrorismus, Mord und illegalem Sprengstoffbesitz.” Die Ermittler schlossen aber auch einen kriminellen Hintergrund der Tat nicht völlig aus, ebensowenig wie auch eine unbeabsichtigte Detonation des Sprengstoffs.