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Frankreich trudelt im Tschad in eine Staatsaffäre

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Frankreich trudelt im Tschad in eine Staatsaffäre

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Sie sind mittlerweile im Zentrum einer regelrechten Staataffäre: Die französischen und spanischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation “Arche de Zoé”. Nun sind sie im Tschad angeklagt wegen Kindesentführung und Betrug. Bestürzung und Befremden im Tschad. Während die Hilfsorganisation angibt, sie habe die 103 Kinder aus der Bürgerkriegsregion Darfur retten wollen, um sie in Gastfamilien in Frankreich unterzubringen, mutmaßt der tschadische Präsident Idriss Deby, die Kinder sollten an Pädophile vermittelt werden.

Kontrovers die Debatte in der französischen Nationalversammlung. Die Wellen schlagen noch. Welche Rolle spielt Frankreich in dem Skandal? Damit die diplomatischen Beziehungen wieder geglättet werden, hat sich sogar Staatspräsident Nicolas Sarkozy eingeschaltet.

Spaniens Regierung nimmt da eine ganz andere Haltung ein, glaubt an die Unschuld ihrer im Tschad inhaftierten Landsleute. Rätselhaft die Umstände, unter denen die Kinder aus ihren Dörfern und ihrem Zuhause herausgerissen wurden. Peinlich für die Franzosen. Die vermeintliche Hilfsaktion spielte sich ab unter der Aufsicht der französischen Armee.