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Türkei verhängt Wirtschaftssanktionen gegen Nordirak

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Türkei verhängt Wirtschaftssanktionen gegen Nordirak

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Das türkische Kabinett hat sich über wirtschaftliche Strafmassnahmen gegen Unterstützer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK geeinigt. Die Regierung erwägt demnach auch Sanktionen gegen die kurdische Verwaltung im Nordirak, wo die Rebellen ihre Stützpunkte haben.

Die Türkei zog an der Grenze zehntausende Soldaten zusammen, um gegen die 3000 Rebellen vorzugehen, die im Irak vermutet werden. US-Medienberichten zufolge haben die USA die Türkei mit Geheimdienstinformationen über Stellungen der
PKK versorgt.

Zu den vorgesehenen Maßnahmen der türkischen Regierung gehören reduzierte Stromexporte in den Nordirak sowie eine Einschränkung des Grenzverkehrs.

Leidtragender ist die Bevölkerung. Damit falle seine einzige Einkommensquelle weg, klagt dieser Lastwagenfahrer. Wenn die Grenze geschlossen werde, bliebe ihm nichts anderes übrig, als in sein Dorf zurückzukehren – ohne Arbeit.

Indessen werden erste Vorbereitungen getroffen, um das Grenzgebiet zu sichern. Türkische Soldaten beseitigen Minen, um eine Militäroffensive zu ermöglichen.

Der Kurden-Konflikt soll am Freitag auch Thema bei einer internationalen Irak-Konferenz in Istanbul sein, zu der US-Außenministerin Condoleezza Rice und Deutschlands Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier erwartet werden.