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Unwetter in der Karibik

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Unwetter in der Karibik

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Mit heftigen Regenfällen zieht die erste Kaltfront des Winters über Südmexiko hinweg, und zur gleichen Zeit läutet “Noel” in der Karibik das Ende der sommerlichen Tropenstürme ein. Zwei unabhängige Wetterphänomene, deren Folgen aber in den südlichen Bundesstaaten Mexikos zusammentreffen, und zu schweren Überschwemmungen führen. Mindestens ein Mensch kam bereits in den Fluten um, fast eine halbe Million wurden evakuiert. Auch Präsident Felipe Calderon nahm die Schaufel zur Hand und betätigte sich einen Moment als Nothelfer.

Am heftigsten traf es den Bundesstaat Tabasco: die gesamt Ernte der Bauer sei verloren sagte der Gouverneur Andres Garnier – nicht weniger als 70% des Territoriums stünde unter Wasser. Zur gleichen Zeit bewegt sich der Tropensturm “Noel” auf die Mexikanische Halbinsel Yucatan zu – ob auch er gen Tabasco weiterziehen wird, ist noch nicht abzusehen.

In der Dominikanischen Republik, wo der Sturm Anfang der Woche wütete, steigt weiterhin die Opferbilanz: Mindestens 90 Tote werden vermeldet. Jocelin Rossi aus dem Dorf Maimon erzählt, dass sie drei Tage von der Umwelt abgeschnitten war. “Alles was ich hatte, ist zerstört, mir bleibt nichts mehr!” In Folge der Überschwemmungen waren Flussdeiche gebrochen: ganze Dörfer waren weggespült worden. Der domenikanische Präsident Leonel Fernandez hat den nationalen Notstand ausgerufen – und bittet um internationale Hilfe.