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Streik der Drehbuchautoren in Hollywood

Von Montag an werden die rund 12 000 Mitglieder der “Writers Guild” ihre Arbeit niederlegen. Der Vorstand der Gewerkschaft sprach sich in Los Angeles einstimmig für die Kampfmaßnahmen aus. Damit werden viele Film- und Fernsehproduktionen in der Traumfabrik lahmgelegt. Den Studios drohen Millioneneinbußen. Gewerkschaftschef Patric Verrone sagte, die Verbände der Ost- und Westküste hätten einstimmig dafür gestimmt, ab Montagmittag in den Ausstand zu treten.

Am Mittwoch waren die Tarifverhandlungen zwischen den Drehbuchschreibern und der Allianz der amerikanischen Film- und
Fernsehproduzenten ergebnislos abgebrochen worden. Die Autoren fordern vor allem eine bessere Bezahlung für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet. Verhandlungsführer John Bowman sagte, wenn jemand glaube, er könne die Leute umsonst für sich arbeiten lassen, dann habe er sich geschnitten.

Die rund 12 000 Mitglieder hatten sich schon im Vorfeld bei einer Abstimmung im Internet mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Schauspieler Denzel Washington sagte, er hoffe, dass es zu einer baldigen Einigung kommt. Die Filmindustrie könne keinen langen Streik gebrauchen.

Zuletzt waren die Schreiber 1988 für 22 Wochen im Ausstand. Der Schaden für die Film- und Fernsehindustrie wurde damals auf 500 Millionen Dollar beziffert.

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