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Spanische Stewardessen wieder frei

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Spanische Stewardessen wieder frei

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Die vier spanischen Stewardessen und drei französische Journalisten, gegen die im Zusammenhang mit der Entführung von 103 Kindern aus dem Tschad ermittelt wurde, sind frei. Unmittelbar nach der Ankunft des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy in N’Djamena wurde ihre Freilassung angeordnet. Die sieben verließen am Sonntagnachmittag mit Sarkozy den Tschad.

Der französische Präsident hatte bei einem knapp zweistündigen Auftenhalt in N’Djamena mit dem tschadischen Präsidenten Idriss Deby über das Schicksal der Inhaftierten gesprochen. Der Präsident des Tschad erklärte anschließend, die Freilassung sei nicht auf Druck Frankreichs erfolgt.

Die sechs Mitglieder der französischen Hilfsorganisation, die versucht hatten, die Kinder aus dem Tschad auszufliegen, sind weiterhin wegen Kindesentführung angeklagt. Sie blieben ebenso in Haft wie die Piloten der Chartermaschine.

In Paris verlangten mehrere hundert Menschen ihre Freilassung. Sie hätten nur versucht, Menschenleben zu retten, und seien unschuldig.

Bei 91 der 103 Kinder handelt es sich nicht wie von der Hilfsorganisation behauptet um Kriegswaisen aus dem Darfur. Adoptionen durch Ausländer sind nach tschadischem Recht unzulässig.