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Viele Festnahmen in Pakistan

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Viele Festnahmen in Pakistan

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Nach der Verhängung des Ausnahmezustands in Pakistan sind offenbar mehrere hundert Regierungsgegner festgenommen worden. Die Regierung selbst nannte eine Zahl von vierhundert bis fünfhundert. In der Hauptstadt Islamabad löste die Polizei eine kleinere Kundgebung mit Gewalt auf.

Mit dem Ausnahmezustand hat Staatspräsident und General Perwez Muscharraf die Verfassung außer Kraft gesetzt, die Berichterstattung eingeschränkt und das Oberste Gericht zum Teil neu besetzt. Die Richter müssen entscheiden, ob die Präsidentenwahl letzten Monat rechtmäßig war. Dabei geht es darum, ob Muscharraf als Armeechef zu dieser Wahl überhaupt antreten durfte. Vor dem Gericht in der alten Besetzung schien für ihn eine Niederlage möglich.

Bei der bevorstehenden Parlamentswahl solle es aber trotz Ausnahmezustands bleiben, kündigte Regierungschef Shaukat Aziz an. Allerdings könne sich der geplante Termin im Januar als Folge der jetzigen Ereignisse verschieben; entschieden sei aber noch nichts.

Die USA zeigten sich von der Verhängung des Ausnahmezustands enttäuscht und kündigten an, ihre Hilfe für Pakistan zu überprüfen. Das Land ist ein Verbündeter im Kampf gegen den Terrorismus und bekam bisher Milliardensummen.