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US-Kreditkrise stürzt Citigroup in massive Schwierigkeiten

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US-Kreditkrise stürzt Citigroup in massive Schwierigkeiten

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In den USA hat die Kreditkrise den größten Finanzkonzern Citigroup in massive Schwierigkeiten gestürzt. Die Allfinanzgruppe muss eigenen Schätzungen zufolge noch einmal bis zu rund acht Milliarden Euro abschreiben.

Die sich ausweitenden Probleme soll nun eine Übergangsführung in den Griff bekommen. Vorstands- und Aufsichtsratschef Charles Prince reichte bereits am Sonntag seinen Rücktritt ein. Diese Aufgaben werden bis auf weiteres von Sir Winfried Bischoff und dem früheren US-Finanzminister Robert Rubin übernommen.

Mit dem Abgang von Prince steht laut Experten auch das Citigroup-Geschäftsmodell zur Debatte. Ein neuer Chef muss womöglich einen Strategiewechsel für den Giganten mit einer Billionen schweren Bilanz und rund 340.000 Beschäftigten einläuten. Die wichtigsten Konkurrenten der Citigroup, Bank of America, Deutsche Bank und JP Morgan Chase liegen deutlich dahinter.

Die Citigroup ist nach der Investmentbank Merrill Lynch ein weiteres prominentes Opfer der Krise auf dem US-Markt für Immobilienkredite. Auch Merrill-Lynch-Chef Stan O´Neal musste deswegen seine Hut nehmen. Inzwischen prüft die US-Börsenaufsicht bei Citigroup und anderen Banken, ob alle Risiken richtig eingeschätzt wurden. Wall-Street-Analysten rechnen auch für andere Großbanken mit weiteren Abschreibungen und personellen Konsequenzen.