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Brüsseler sind mit flämischem Vorstoß unzufrieden

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Brüsseler sind mit flämischem Vorstoß unzufrieden

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In der zweisprachigen Hauptstadt Belgiens, in Brüssel, stößt der Alleingang der Flamen bei der Wahlkreisreform auf Unverständnis. Rund um den Grand Place – oder Groote Markt – seien die Flamen in der Minderheit und genössen Schutz. Die gleichen Rechte sollten auch die Wallonen im flämischen Umland genießen, sagte Brüssels Bürgermeister Freddy Thielemans. “Die Entscheidung des Ausschusses ist sehr nationalistisch, und nah an den Forderungen der rechten Partei Flaams Belang. Ich bin enttäuscht, dass demokratische Parteien dem zustimmen. Und ich denke, dass ist de facto das Ende eines Zusammenlebens”, so der frankophone Sozialist.

Trotzdem sprechen sich frankophone Politiker für eine Fortsetzung der Koalitionsgespräche aus. Der Wirtschaftsminister der Hauptstadtregion, Benoit Cerexhe, warnte vor negativen Folgen des Streits für Investoren.