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Neue Proteste in Tiflis: Polizei geht gewaltsam gegen Demonstranten vor

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Neue Proteste in Tiflis: Polizei geht gewaltsam gegen Demonstranten vor

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Keine Ruhe in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Nach der Auflösung der Dauerkundgebung am frühen Mittwoch morgen haben sich erneut mehrere Hundert Regierungsgegner vor dem Parlamentsgebäude zu Protesten versammelt. Die Polizei ging mit Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. Es war das erste Mal seit Beginn der Dauerproteste, dass die Sicherheitskräfte Gewalt anwendeten. Die Zahl der Verletzten war zunächst unklar, auch über Festnahmen gab es keine gesicherten Angaben.

In den frühen Morgenstunden hatte die Polizei die seit Tagen andauernde Protestkundgebung vor dem Parlament in Tiflis aufgelöst und einen Politiker der Opposition festgenommen. Bis zu 100.000 Menschen waren seit vergangenem Freitag auf die Straße gegangen, um gegen die Regierung zu protestieren. Es war die größte Kundgebung seit der Rosenrevolution. Die Opposition fordert den Rücktritt des prowestlichen Präsidenten Michail Saakaschwili, dem sie Amtsmissbrauch sowie eine verfehlte Wirtschaftspolitik vorwirft.